Herbstgeflüster

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Die Tage werden dunkel, düster mancher Orts.
Blätter fallen von den Bäumen herunter,
karge Landschaft nach farbenfroher Herbstpracht.

Anstrengend ist es guter Laune zu sein,
manchmal trügt auch nur der Schein.
Wollen uns nicht die Blöße geben,
uns der dunklen Zeit an manchen Tagen hinzugeben.

Überall flackern Lichter auf,
Kerzen gibt es dann zu Hauff.
Gemütlich will man es sich machen,
Kinder hört man lauthals lachen.

Sie basteln mit Nüssen, Kastanien und bunten Blättern,
auch Tannenzapfen werden zu lustigen Männern.
Auf einen Tag sie sich besonders freuen,
wenn sie verkleidet als kleine Monster, schaurig durch die Orte trollen.

Süßes oder Saures wir lauthals verkündet, wenn sich die Tür öffnet
und der erschreckte in die Küche verschwindet.
Die Tüten werden voll gemacht mit Süßem & Obst wenn nicht muffig die Tür zugemacht.

Zuhause geht’s dann an den Gaben Tisch,
es wird die Beute gesichtet bei heißer Schokolade und Plätzchen ganz frisch.
Kuschelig warm ist es jetzt, unter die Decke auf die Couch gesetzt.
Bei Kerzenschein und duftendem Raum, werden Geschichten erzählt man glaubt es kaum.

So und nicht anders möchte ich´s haben,
diese Zeit voller dunklen Tagen.
Gemütlich mit der Familie beisammen sein,
mit frisch gebackenen Plätzchen und Kerzenschein!

Written by Melli

1 Bild, eine Geschichte: ArtWork- Follow me

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1 Bild, eine Geschichte ist ein Projekt welches ich in unregelmäßigen Abständen wiederholen werde.

Hinter fast jeder Grafik die ich erstelle, steckt eine kleine Geschichte.
Ich habe einen Traum, dessen Gefühl ich ausdrücken möchte oder es ist gerade die äußere oder innere Stimmung die mich kreativ werden lässt.
Bei dieser Grafik, Follow me ist es mein Wunsch, oder eher mein Glaube.

Ich bin zwar kath. getauft und war in meiner Jugend Messdiener.
Dies änderte sich, als ich zum Firmunterricht musste, mit 14 Jahren ist man ein wenig offener, hat seinen eigenen Kopf und stellt den ein oder anderen Sinn oder eher Unsinn der Kirche in Frage.

Die Kirche ist mir egal, auch an Gott glaube ich nicht.
Woran ich aber Glaube ist, dass es etwas nach unserem ableben gibt.
Ein Ort ohne Zeit, der für mich so bunt ist, wie diese Grafik. An dem das Reale und Sureale verschwimmt und man sich einfach fallen und gehen lassen kann.
An dem es keine Gewalt, keine Not, kein Leid gibt.

Follow me bedeutet für mich das pure und wahrhaftige Leben!

 

Was entdeckt oder seht ihr in diesem Bild? Welche Gefühle könnt ihr erkennen und was löst es in euch aus?

 

Auf Kommentare würde ich mich sehr freuen!

Kleine Filmschätzchen

In einem meiner Blogeinträge hatte ich es ja schon erwähnt, die Melli ist ein kleiner Filmjunkie!
Ich weiß nicht warum dass so ist, aber Filme haben es mir angetan. Genau wie in meinen Büchern, kann ich in ihnen versinken und mich fallen lassen, einfach mal in meiner Fantasie schwelgen und dahin fliegen.
Als Kind haben mich schon die Bilder fasziniert und ich saß gebannt vor der Flimmerkiste, auch wenn ich vom Inhalt mal rein garnichts mitbekommen habe, aber egal da waren die tollem beweglichen Bilder.

Zu Weihnachten wurde ich dann mit einem wundervollen Geschenk überrascht. Ich bin ein absoluter amerikanischer Bürgerkriegsfan. Mich faszinieren die Gegebenheiten, die zu diesem Krieg geführt haben und befasse mich mit den Meinungen beider Seiten. Auch mal über den Schatten zu springen und beide Versionen einer Geschichte sehen und Fehler auf beiden Seiten entdecken.
Nun schweife ich aber zu sehr vom Thema ab, ich bekam die absoluten Hochkaräter in diesem Bereich.

Gods & Generals , Gettysburg & Glory
History

Gods & Generals ist ein Prequell zu Gettysburg und erzählt den Grund warum Virginia aus der Union austreten will den daraus resultierenden Anfang des Bürgerkrieges bis zum Tod von Stonewall Jackson, der nach einer Verwundung an den Folgen stirbt.

Gettysburg erzählt die blutigste Schlacht in diesem Krieg.
Die Südstaatler sind auf den Vormarsch und rücken immer weiter nach Norden vor, sie wollen einen strategisch sehr guten Platz zum kämpfen. Ausgesucht haben sie sich Hügel, einen großen und einen kleinen. Durch den Fehler eines Generals und der Sturköpfigkeit von General Lee kommt es wie es kommen muss, zu einem Desaster mit ca. 5.500 Toten und ca. 30.000 Verwundeten.

In dieser Reihe darf aber auch Killingbox nicht fehlen, obwohl dieser nicht ernst zu nehmen und ein Splatterfilm der übelsten Sorte ist.
Bei Tele5 würde dieser wohl zu SchleFaZ gehören! 😀
Doch ich musste ihn haben auch wenn er total Trashy ist und die meisten ihn wohl nach 5 min. aus machen würden.

Auch zu meinen Schätzchen gehört Steven King – The Stand.
Ich habe Anfang der 90er Jahre zuerst das Buch gelesen, dass ein Buch so dick sein kann hab ich mir nicht vorstellen können auch wenn ich ES schon heftig fand.
Diese Geschichte hatte mich in ihren Bann gezogen und als ich die Filme damals in der Videothek auf VHS entdeckte, musste ich sie mitnehmen. Zweimal 3 Stunden an einem Stück war schon eine Herausforderung aber einfach nur Klasse!
Ein Virus breitet sich aus und viele Menschen sterben.
Wenige bleiben am Leben und werden zu Mutter Abbigail gerufen, die dass Gute verkörpert. Andere lassen sich auf das Böse ein und der Kampf ums überleben beginnt.
Freiwillige gehen dem Bösen entgegen um sich ihm zu stellen und zu Siegen.
Nur der Tod weniger, kann das Überleben garantieren.
Seit Jahren wollte ich sie mir zulegen aber nuja neue Filme und Bücher, andere Interessen wie Internet, Apple, iPad und einfach die Schnelllebigkeit kam mir dazwischen.

Danke an meinen Mann, der mir mit diesen Dingen eine Riesen Freude gemacht hat!

Lektion des Lebens

Hier habe ich eine kleine Geschichte für euch, die einen zum Nachdenken anregt.

Gefunden habe ich sie auf Facebook und denke sie spiegelt ganz klar unsere Schnelllebigkeit wieder, ohnehin merken das es uns vieles raubt.

Dies schrieb ein New Yorker Taxifahrer:

Hope

Ich wurde zu einer Adresse hinbestellt und wie gewöhnlich hupte ich als ich ankam. Doch kein Fahrgast erschien. Ich hupte erneut. Nichts. Noch einmal. Nichts. Meine Schicht war fast zu Ende, dies sollte meine letzte Fahrt sein. Es wäre leicht gewesen einfach wieder wegzufahren. Ich entschied mich jedoch dagegen, parkte den Wagen und ging zur Haustür. Kaum hatte ich geklopft, hörte ich eine alte gebrechliche Stimme sagen “Bitte, einen Augenblick noch!”

Durch die Tür hörte ich, dass offensichtlich etwas über den Hausboden geschleift wurde.

Es verging eine Weile bis sich endlich die Tür öffnete. Vor mir stand eine kleine alte Dame, bestimmt 90 Jahre alt. Sie trug ein mit Blümchen bedrucktes Kleid und einen dieser Pillbox Hütte mit Schleier, die man früher immer getragen hat. Ihre gesamte Erscheinung sah so aus, als wäre sie aus einem Film der 1940 Jahre entsprungen. In ihrer Hand hielt sie einen kleinen Nylon Koffer. Da die Tür offen war, konnte ich nun auch in die Wohnung spinksen. Die Wohnung sah aus als hätte hier über Jahre niemand mehr gelebt. Alle Möbel waren mit Tüchern abgedeckt. Die Wände waren völlig leer – keine Uhren hingen dort. Die Wohnung war fast komplett leer – kein Nippes, kein Geschirr auf der Spüle, nur hinten der Ecke sah ich etwas. Einen Karton, der wohl mit Photos und irgendwelchen Glas-Skulpturen bepackt war.

“Bitte, junger Mann, tragen sie mir meinen Koffer zum Wagen?” sagte sie. Ich nahm den Koffer und packte ihn in den Kofferraum. Ich ging zurück zur alten Dame um ihr beim Gang zum Auto ein wenig zu helfen. Sie nahm meinen Arm und wir gingen gemeinsam in Richtung Bürgersteig, zum Auto.

Sie bedankte sich für meine Hilfsbereitschaft.
“Es sei nicht Rede wert” antwortete ich ihr, “Ich behandle meine Fahrgäste schlicht genauso, wie ich auch meine Mutter behandeln würde!”
“Oh, sie sind wirklich ein vorbildlicher junger Mann.” erwiderte sie.

Als die Dame in meinem Taxi platzt genommen hatte gab sie mir die Zieladresse, gefolgt von der Frage, ob wir denn nicht durch die Innenstadt fahren könnten.
“Nun, das ist aber nicht der kürzeste Weg, eigentlich sogar ein erheblicher Umweg.”gab ich zu bedenken.
“Oh, ich habe nichts dagegen “, sagte sie. “Ich bin nicht in Eile. Ich bin auf dem Weg in ein Hospiz.”
“Ein Hospiz?” schoss es mir durch den Kopf. Scheiße, Mann! Dort werden doch sterbenskranke Menschen versorgt und beim Sterben begleitet. Ich schaute in den Rückspiegel, schaute mir die Dame noch einmal an.

“Ich hinterlasse keine Familie” fuhr sie mit sanfter Stimme fort. “Der Arzt sagt, ich habe nicht mehr sehr lange.”
Ich schaltete das Taxameter aus. “Welchen Weg soll ich nehmen?” fragte ich.
Für die nächsten zwei Stunden fuhren wir einfach durch die Stadt. Sie zeigte mir das Hotel, indem sie einst an der Rezeption gearbeitet hatte. Wir fuhren zu den unterschiedlichsten Orten. Sie zeigte das Haus indem sie und ihr verstorbener Mann gelebt hatten als sie noch “ein junges, wildes Paar” waren. Sie zeigte mir ein modernes neues Möbelhaus, dass früher “ein angesagter Schuppen” zum Tanzen war. Als junges Mädchen habe sie dort oft das Tanzbein geschwungen.

An manchen Gebäuden und Straßen bat sie mich besonders langsam zu fahren. Sie sagte dann nichts. Sie schaute dann einfach nur aus dem Fenster und schien mit ihren Gedanken noch einmal auf eine Reise zu gehen. Hinter dem Horizont kamen die ersten Sonnenstrahlen. Waren wir tatsächlich die ganze Nacht durch die Stadt gefahren?
“Ich bin müde” sagte die alte Dame plötzlich. “Jetzt können wir zu meinem Ziel fahren”

Schweigend fuhren wir zur Adresse, die sie mir am Abend gegeben hatte. Das Hospiz hatte ich mir viel größer vorgestellt. Mit seiner Mini-Einfahrt wirkte es eher wie ein kleines freundliches Ferienhaus. Jedoch stürmte kein kaufwütiger Makler aus dem Gebäude sondern zwei eilende Sanitäter die, kaum hatte ich den Wagen angehalten, die Fahrgasttüre öffneten. Sie schienen sehr besorgt.
Sie mussten schon sehr lange auf die Dame gewartet haben.

Und während die alte Dame im Rollstuhl platz nahm, trug ich ihren Koffer zum Eingang des Hospiz.
“Wie viel bekommen sie von mir für die Fahrt?” fragte sie, während sie in ihrer Handtasche kramte.
“Nichts”, sagte ich,
“Sie müssen doch ihren Lebensunterhalt verdienen«, antwortete sie.
“Es gibt noch andere Passagiere” erwiderte ich mit einem Lächeln.
Und ohne lange drüber nachzudenken, umarmte ich sie. Sie hielt mich ganz fest an sich.
“Sie haben einer alten Frau auf ihren letzten Meter noch ein klein wenig Freude und Glück geschenkt. Danke” sagte sie mit glasigen Augen zu mir.
Ich drückte ihre Hand, und ging ging dem trüben Sonnenaufgang entgegen … Hinter mir schloss sich die Tür des Hospiz. Es klang für mich wie der Abschluss eines Lebens.

Meine nächste Schicht hätte jetzt beginnen sollen, doch ich nahm keine neuen Fahrgäste an. Ich fuhr einfach ziellos durch die Straßen – völlig versunken in meinen Gedanken. Ich wollte weder reden, noch jemanden sehen. Was wäre gewesen, wenn die Frau an einen unfreundlichen und mies gelaunten Fahrer geraten wäre, der nur schnell seine Schicht hätte beenden wollen. Was wäre, wenn ich die Fahrt nicht angenommen hätte. Was wäre, wenn ich nach dem ersten Hupen einfach weggefahren wäre?

Wenn ich an diese Fahrt zurück denke, glaube ich dass ich noch niemals etwas Wichtigeres im Leben getan habe.
In unserem hektischen Leben, legen wir besonders viel wert auf die großen, bombastischen Momente. Größer. Schneller. Weiter.
Dabei sind es doch die kleinen Momente, die kleinen Gesten die im Leben wirklich etwas zählen.

Für diese kleinen und schönen Momente sollten wir uns wieder Zeit nehmen. Wir sollten wieder Geduld haben – und nicht sofort hupen – dann sehen wir sie auch.

 

Träume schaffen Räume

Träume zeigen dir den Ort,
wo man vor Leichtigkeit fliegt.
Auf Wolken deine Füße wandeln,
so weich wie Plüsch.

Frei von allen Sorgen, allen Ängsten.
Losgelöst von sich und die Welt,
schwebst auf Wolke 7.

Strahlend blau der Himmel hier,
wärme wohlig überflutend wirkt.
mein geist entschwindet in höherern Gefilden,
kein raum für Zeit und unermüdliches Denken.

Hier fühl ich mich wohl,
will ich bleiben.
Ein Ort voll ruhe und gedankliches Treiben.

Ein Rückzug aus der wirklich wahrhaftigen Welt,
deinen Geist dann und wann ein wenig erhellt.
Lass dich hin und wieder an diesen Ort treiben,
es gibt nichts schöneres als von hier zu träumen.

Written by Melli